Mittwoch, 14. Februar 2018

Keine Fastnachstclowin


Ich war nicht an einem Fastnachtsball, wie man bei dem Bild vielleicht vermuten könnte. Nein, ich war mit meiner Clownfreudin im Altersheim.
Es berüht mich immer sehr, mit welcher Freude die alten Menschen auf uns reagieren.
Natürlich ist das nicht bei alle so.  Diejenigen, die mit Clowns nicht anfangen könne, sind informiert und bleiben in ihren Zimmern, so lang wir da sind. Zwangsbespasst soll ja niemand werden.
Wobei es ja nicht in erste Linie darum geht, die Menschen zu Lachen zu bringen.
Etwas vom Wichtigsten bei unseren Besuchen ist nämlich das gemeinsame Singen. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie selbst ganz in sich versunkene Menschen, plötzlich anfangen den Text mitzusingen.
Singen öffnet das Herz, so empfinde ich es zumindest. Beim Singen spürt man Freude und oft  sogar ein Glücksgefühl, das vebindet uns, egal wie jung oder alt wir sind.

Mittwoch, 24. Januar 2018

1. Koffermarkt in diesem Jahr

Um dem Januarloch mit leichtem Aktionismus entgegen zu wirken, habe ich mich für den Koffermarkt in Wallisellen angemeldet.
Dabei sein werden kleine Zwergchen in allerlei Farben.













Ich bin gespannt, ob die Kleinen anklang finden werden.

Dienstag, 23. Januar 2018

Im Januarloch

Ich schaffe es mit schöner Regelmässigkeit jedes Jahr wieder ins Januarloch zu fallen.
Es fehlt mir an Energie, ich fühle mich leer und am liebsten würde ich einfach nur schlafen.
Aber vielleicht bin ich ja wie ein kleines Samenkorn, das jetzt noch in der Erde liegt und Kraft sammelt, um im Frühling zielstrebig die ersten grünen Triebe durch die Erde bohrt, der Sonne entgegen.


Diese zwanzig Samenkörnchen durfte ich für eine Kundin filzen. Einen schöneren Auftrag kann es im Januar für mich fast nicht geben.
Denn in jedem Samenkorn steckt immer auch eine Hoffnung auf zukünftiges Leben und diese Hoffnung kann man ganz gut brauchen, wenn man so im Januarloch sitzt und alles ein wenig zu schwarz sieht.



Montag, 1. Januar 2018

Happy new year


Holt euch die Sterne vom Himmel
kauft die Katze oder den Hund im Sack
seit Kopf los
zeigt Herz
verschenkt ein Lächeln
und 
möge euch die Sonne immer ins Gesicht scheinen.

Allen meinen LeserInnen danke ich fürs hier sein und wünsche ihnen ein wunderbares, glückliches  2018.
 

Samstag, 30. Dezember 2017

2017- 12 Bilder

Aus jedem Monat habe ich das Rosinenbild, welches für mich eine besondere Bedeutung hat, herausgepickt.

Januar


Gestartet bin ich in dieses Jahr mit leerem Magen. Gemeinsam mit meinem Mann und unserem Hund war ich eine Woche Fastenwandern im Schwarzwald.
Ein neues Lebensgefühl und mehr Energie hat mir das Fasten nicht gebracht. Aber ich bin mit ein paar Kilo weniger durch das Jahr gelaufen.

 Februar

Auch 2017 durfte ich wieder nach Auftrag filzen, diese beiden Figuren gehören dazu. 
Einen Wunsch gestalterisch umzustetzen regt die Phantasie an, ich liebe das sehr.

März


Zweimal in der Woche habe ich Zeit mit Hera, einer älteren Isländerstude verbracht. Ich bin mir ihr alleine durch die Wälder geritten.
Seit einem halben Jahr reite ich nicht mehr, weil sie Schmerzen hat. Darum gehen wir jetzt regelmässig miteinander spazieren.
Ich bin sehr glücklich, dass ich, eher zufällig, soviel Kontakt zu einem Pferd haben darf, denn ich gehöre auch zu denen, die als Kind von einem eigenen Pferd geträumt haben.

April


Ich bin sehr froh, dass es Kaya, trotz seiner chronischen Erkrankung, so gut geht und er mir weiterhin ein treuer Begleiter ist.
Mai


2017 sind neu meine einfachen Handpuppen entstanden. Sie sind an den Märkten ein Eyechatcher und zaubern den meisten Menschen ein Lächeln ins Gesicht.

Juni


Im Juni habe ich zusammen mit meinem Manneine Woche Reitferien  im Vinschgau gemacht, was sehr schön war.

Juli


Als Clownin war ich leider nicht so oft unterwegs, vielleicht kann ja meine neuen Clownsschuhe im 2018 öfters tragen.

August


Meine Marktsaison war ein Auf und Ab, auf schlecht besuchte Märkte, bei denen ich meine Unkosten kaum decken konnte, folgten gut besuchte, mit schönem Umsatz.
Ich werde auch weiterhin an Märkte teilnehmen, denn der persönliche Kontakt und die Reaktionen Marktbesucher möchte ich nicht missen.
  
September


Schon lange singe ich in einem Dorfchor mit. Dieses Jahr durfte ich als Erzählerin, im schönen Dirndel, bei der Aufführung des Musicals "The sound of music" durch die Geschichte führen.

Oktober


Dieses Foto steht stellvertretend für alle schönen Figurentheatervorstellungen, die ich dieses Jahr gemeinsam mit meinem Publikum erleben durfte. 
Puppen zum Leben zu erwecken und Geschichten zu erzählen ist einfach wunderbar.

November


Ich bin dankbar, dass auch im 2017 immer wieder neue Phantasiegespinste aus meinem Kopf hervorquillen, um diesen Blog hier mit Inhalt zu fühlen.
Dezember

Einhorn und Elfen sind meine beiden Verkaufsschlager 2017. 
An dieser Stelle möchte ich allen meinen KundInnen von Herzen Danke sagen.
Ohne euch gäbe es auch keine AllerleiRauhscheFilzenFiguren.


Das einzige was mich dieses Jahr immer wieder psychisch gefordert hat, sind die regelmässigen Besuche bei meinen Eltern. Wenn sich die Rollen zwischen Kind und Eltern umdrehen, wird man wohl erst richtig erwachsen. So kommt es mir zumindest vor.
So blicke ich zurück auf ein ruhiges Jahr, sowohl im Aussen, als auch im Innen.
Ich bin nicht geflogen, aber ich hatte immer festen Boden unter den Füssen und dafür bin ich sehr dankbar.

Freitag, 29. Dezember 2017

Braunbärmüde


"Jetzt ist er wieder vorbei, der ganze Weihnachtszauber", brummelt der kleine, braune Bär und die Elfe nickt dazu.
Sie sammelt die Sterne ein, die achtlos am Boden liegen. 


Die Tage zwischen den Jahren eignte sich ja gut, zum Aufräumen, so hatte ich mir das zumindest gedacht.
Auch bei mir ist einiges liegen geblieben in den Zeit vor Weihnachten.
Ich habe gefilzt bis zum 23.. Der Markt in Basel war sehr schön, ich durfte viel Begeisterung erleben und habe auch gut verkaut.
Am 24. fuhren wir zu meinen Eltern.
Und danach lag ich zuhause drei Tage krank auf dem Sofa herum.
Nun mache ich es wie ein Braunbären, den der Winter so müde, dass er sich immer wieder in seine Höhle zurückzieht, um zu schlafen.
Aufräumen kann ich ja nächstes Jahr auch noch.

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Marktfahren ist nicht immer lustig oder doch?


Es heisst, dass Clowns im Grunde traurige Menschen sind und darin steckt vielleicht ein Körnchen Wahrheit. Je weniger ich an den Märkten verkaufe, desto lustiger werde ich. Ich bringe die Menschen um mich herum zum Lachen, aber selber würde ich manchmal am liebsten in Tränen ausbrechen.
Was natürlich völlig übertrieben ist, aber der Clown neigt ja zu extremen Gefühlsausbrüchen.
An meinem letzten Markt am 23.12. in der Markthalle in Basel fahre ich auf jeden Fall  gelassen,  denn diese beiden Süssen sind eine Auftragsarbeit und werden dort abgeholt.
Ganz umsonst fahre ich also nicht und das ist schon mal eine gutes Gefühl und zum Lachen finde ich so oder so immer irgendetwas.